Element 68Element 45Element 44Element 63Element 64Element 43Element 41Element 46Element 47Element 69Element 76Element 62Element 61Element 81Element 82Element 50Element 52Element 79Element 79Element 7Element 8Element 73Element 74Element 17Element 16Element 75Element 13Element 12Element 14Element 15Element 31Element 32Element 59Element 58Element 71Element 70Element 88Element 88Element 56Element 57Element 54Element 55Element 18Element 20Element 23Element 65Element 21Element 22iconsiconsElement 83iconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsiconsElement 84iconsiconsElement 36Element 35Element 1Element 27Element 28Element 30Element 29Element 24Element 25Element 2Element 1Element 66
100 Jahre Radio in Hamburg

100 Jahre Radio in Hamburg

Die Nordische Rundfunk Aktiengesellschaft (Norag AG) startete im Mai 1924 ihr Programm. Hamburg hatte somit als 5. deutsche Metropole einen Radio-Sendebetrieb. Medienhistoriker Dr. Hans-Ulrich Wagner hat anlässlich dieses Jubiläums mit dem NDR gesprochen. 

Gegründet von Getreide- und Landmaschinenhändlern, stellte die Norag innerhalb weniger Monate die technische Infrastruktur auf die Beine und lieferte ein regelmäßiges Programm an Information und Unterhaltung. Für die damaligen Zeiten ein alles andere als selbstverständliches Unterfangen, meint Hans-Ulrich Wagner gegenüber dem NDR. „Wirtschaftlich war es eine sehr spannungsreiche Zeit. Im Oktober 1923 war es zur Hyperinflation gekommen. In solchen unsicheren Zeiten in ein neues Medium zu investieren, von dem überhaupt nicht klar war, welchen Erfolg es haben wird, war ein Wagnis.“
 
Durch geschickte Werbung war es der Norag gelungen, viel Aufmerksamkeit auf die neue Medientechnik zu lenken. Bereits bei der ersten Sendung hörten rund 800 Menschen mit privaten Empfangsgeräten zu. Besonders beliebt waren die Reportagen. „Für die Journalisten war es toll, die Welt mit Mikrofonen einfangen zu können und für die Zuhörenden war es toll, die Welt ins Wohnzimmer geliefert zu bekommen“, erzählt Hans-Ulrich Wagner. 

Die Norag fiel 1933, wie alle anderen Medien, in die Gewalt der Nationalsozialisten und wurde für Propagandazwecke missbraucht. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die britischen Besatzer die Programmhoheit und halfen dann beim Aufbau einer öffentlich-rechtlichen Anstalt – dem Nordwestdeutschen Rundfunk, aus dem Mitte der 1950er Jahre der NDR hervorging.

Das gesamte Interview mit Hans-Ulrich Wagner kann man in der ARD-Mediathek nachsehen.  

(Hamburg, 10. Mai 2024)

 

Newsletter

Infos über aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Publikationen des Instituts.

NEWSLETTER ABONNIEREN!