Mittels einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung untersucht das Forschungsvorhaben „Generative Artificial Intelligence for Information Navigation“, welche Verbreitung und Nutzungsfelder generative KI im privaten und beruflichen Kontext hat.
Insbesondere in Bezug auf politische Informationsbeschaffung besteht die Befürchtung, dass generative KI zu einer abnehmenden Nutzung journalistischer Quellen führen kann. Eine zunehmende Fragmentierung der Öffentlichkeit sowie ein Anstieg an falschen oder inakkuraten KI-generierten Informationen wären mögliche Konsequenzen.
Fehlerhafte Informationen und eine abnehmende Eigenständigkeit von Nutzer:innen generativer KI stellen auch im Bildungskontext eine Sorge dar. Hier werden sowohl die zunehmende Auslagerung kognitiver Arbeit auf automatisierte Systeme als auch die unkritische Übernahme von KI-generierten Informationen und abnehmende Eigenständigkeit als Risiken genannt. Für Bildungseinrichtungen und -anbieter stellt generative KI etablierte Prüfungskonzepte in Frage und beinhaltet daher großes disruptives Potential.

Laufzeit: 2024-2024
Forschungsprogramm:
FP1 - Transformation öffentlicher Kommunikation
Dr. Lisa Merten •
Eva Luise Knor, M.A. •
Prof. Dr. Judith Möller •
Dr. Michael Reiss
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Leibniz-Institut für Medienforschung │ Hans-Bredow-Institut (HBI)
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg
Tel. +49 (0)40 45 02 17 87